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Teisenberg-Runde

Radtour

Die abwechslungsreiche, grandiose Bergumrundung bietet eine Fluss- und eine Bergstrecke sowie viele lohnende Höhenmeter / Start in Inzell

  • Startpunkt Tourist Info
  • Ort Inzell
  • Distanz 46,0 Kilometer
  • Dauer 04:00 Stunden
  • Höchster Punkt 997 Meter
  • Niedrigster Punkt 492 Meter
  • Höhenmeter 602 aufsteigend
  • Höhenmeter 702 absteigend
schwer Anspruch

Tourenbeschreibung:

Die abwechslungsreiche, grandiose Bergumrundung bietet eine Fluss- und eine Bergstrecke sowie viele lohnende Höhenmeter / Start in Inzell Inzell – Hammer – Siegsdorf – Neukirchen – Freidling – Teisendorf – Anger – Adlgaß - Inzell Die Teisenberg-Runde führt ein Mal um den gleichnamigen Teisenberg herum. Mit 1.333 Meter ist er der nördlichste Berg im deutschen Teil der Alpen. Auch wenn es größtenteils auf Teerstraßen dahin geht, sollte man etwas Kraft in den „Wadeln“ haben. Vor allem auf dem letzten Stück von Anger in die Adlgaß absolviert man einige Höhenmeter. Los geht die Runde im Ortszentrum des Luftkurortes Inzell. Parkplätze gibt es beim Schwimmbad oder der Max Aicher Arena. Die moderne Eislaufhalle wurde 2011 eröffnet. 7.000 Besucher haben hier Platz. Ihre markante Architektur mit der transparenten Glasfassade und dem Dach, das wie eine Wolke über der Eisbahn schwebt, ist weithin sichtbar. Die Radstrecke führt an der Frauenkirche Niederachen und dem Inzeller Moor- und Erlebnisweg vorbei. Hier bietet sich ein Stopp an. Der 5,3 Kilometer lange Weg nimmt kleine und große Naturliebhaber mit auf eine Reise in die Vergangenheit. Es geht 12.000 Jahre zurück, in eine Zeit, als die gewaltigen Gletschermassen der letzten Eiszeit gerade abschmolzen und riesige Mammuts durch die Täler streiften. Man kann sich nicht nur an Schautafeln viel Wissen über die Sumpflandschaft anlesen, sondern an vielen Stationen auch selbst aktiv werden. Über Hammer und Unterheutau geht es durch das Tal der Roten Traun Richtung Siegsdorf. Man folgt der Soleleitung, die in den Jahren 1617-1619 gebaut wurde und quasi die erste Pipeline der Welt ist. In 8.000 Holzrohren, die sogenannten Deicheln, und mit Hilfe von Pumpwerken wurde die in Reichenhall gewonnene Sole nach Traunstein befördert und in der dort bis 1912 betriebenen Saline versotten. Kurz vor Siegsdorf biegt man nach Neukirchen ab. Man befindet sich jetzt auf der Nordseite des Teisenbergs und fährt auf komfortablen Radwegen. Wer einen kurzen Berganstieg nicht scheut, schaut sich die Kirche St. Johann an. Das uralte Gotteshaus mit romanischem Langhaus und gotischem Chor thront am Berghang. Beim Mesnerwirt, gleich daneben, kann man sich schnell stärken – und dabei ein herrliches Rundumpanorama genießen. Neukirchen am Teisenberg ist die nächste Station und liegt im Herzen des Rupertiwinkels. Der Ort mit seiner Pfarrkirche St. Ulrich zählt zur Gemeinde Teisendorf, die man nach weiteren rund zehn Kilometern erreicht. Wahrzeichen von Teisendorf ist die 1437 erbaute Pfarrkirche St. Andreas mit ihrem weithin sichtbaren Turm. Der Markt Teisendorf wurde etwa im Jahre 700 gegründet und erstmals 790 als Tusindorf in einer Schenkungsurkunde der damaligen Bayernherzöge an das Erzstift Salzburg erwähnt. Das Bergbaumuseum Achthal gibt Zeugnis über die Jahrhunderte alte Eisengewinnung am Teisenberg. Bei einem Besuch erfährt man allerhand über den Salzburgischen und Bayerischen Bergbau und die wechselvolle Geschichte dieser Gegend. Anhand des Schaustollens wird auch die Arbeitsweise und die Lebenswelt der Bergknappen vermittelt – samt aller Nöten und Gefahren. Das Hochofenmodell zeigt den Weg vom Erz über die Eisengewinnung bis zum fertigen Gussprodukt. Durch die Ramsau und das „Vogelschutzgebiet Oberes Surtal und Urstromtal Höglwörth“ geht es auf einer Sandstraße nach Höglwörth mit dem ehemaligen Kloster und dem gleichnamigen See. Das ehemalige Augustiner-Chorherrenstift Höglwörth mit seiner Rokokokirche auf einer Halbinsel im See, ist eines der schönsten Ensembles im östlichen Oberbayern. Das St. Peter und Paul geweihte Kloster wurde 1125 durch Erzbischof Konrad I. von Salzburg gegründet. Höglwörth blieb als einziges Stift in Bayern von der Säkularisation verschont, da es erst 1810 an Bayern fiel. Das Kloster wurde am 8. Juli 1817 aufgelöst. Der Verkauf des Klosterbesitzes dauerte bis 1824. Die Klosterkirche wurde Filialkirche der Pfarrei Anger und der Wald ging in Staatsbesitz über (zum Nutzen der Saline in Bad Reichenhall). Die Konventgebäude mit Brauerei kaufte die Brauersfamilie Wieninger. Der Klosterwirt mit seinem Biergarten ist ein beliebtes Ausflugsziel. Hier können sich müde Radfahrer stärken. Oder den See umwandern, er ist ca. 13,5 Hektar groß und 8 bis 10 Meter tief. Er entstand nach Abschmelzen des Saalachgletschers vor etwa 10.000 Jahren und bietet zahlreichen Tierarten wie beispielsweise Hechte, Waller, Zander, Aale, Karpfen, Barsch, Schleien, Weißfische, Enten, Blässhühner und Höckerschwäne einen Lebensraum. Höglwörth gehört zu Anger, der nächsten Station auf der Teisenberg-Runde. Die Pracht des Dorfplatzes von Anger veranlasste König Ludwig I. seinerzeit, es als „schönstes Dorf Bayerns" zu bezeichnen. In der Mitte des Platzes steht eine hohe Säule mit Marienfigur und Jesukind. Am anderen Ende des Platzes ragt die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt empor. Sie stammt aus dem 15. Jahrhundert und ist die älteste spätgotische Landkirche der Region. An der Stoißer Ache entlang radelt man weiter durchs Biosphärenreservat Berchtesgadener Land. Nach dem Ortsteil Kohlhäusl geht der Weg in eine Forststraße über. Das Waldgebiet ist mit dem PEFC-Siegel zertifiziert. Das bedeutet, dass das Holz nachweislich aus ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltiger Forstwirtschaft stammt. Anfangs ist der Weg noch recht flach, steigt dann aber stetig an. Mit 964 Höhenmeter hat man schließlich den höchsten Punkt auf dem Pass zwischen Anger und Inzell erreicht. Von hier aus geht’s nur noch bergab. Das Forsthaus Adlgaß liegt direkt am Weg und lockt mit einem großen Gastgarten. Adlgaß ist Ausgangspunkt vieler Berg- und Almwanderungen. Über den Bergwalderlebnispfad gelangt man zum Beispiel hinauf an den Frillensee. In der Höhe gilt er als der kälteste See in Mitteleuropa. Oft hat er schon im November eine tragfähige Eisdecke Zurück in Inzell lohnt sich ein Abstecher nach Einsiedl. Hier steht die älteste und höchstgelegene der vier Inzeller Kirchen: St. Nikolaus. Das gotische Gotteshaus wurde 1212 von Graf Luitpold II. von Plain erbaut. Graf Luitpold hat im Jahr 1167 im Auftrag von Kaiser Barbarossa Salzburg überfallen und fast die gesamte Stadt in Schutt und Asche gelegt. Zur Strafe und Buße wurde er in die Wildnis unterhalb des Hochstaufenstaufen (1.771) verbannt. Er lies dem heiligen Nikolaus geweiht die Kirche erbauen und errichtete nebenan eine Landwirtschaft. Seither trägt der Hof den Namen "Zum Einsiedl". Infos:   www.inzell.de www.tourismus-siegsdorf.de www.teisendorf.de www.anger.de St. Johann, St. Johann-Straße 22, 83313 Siegsdorf Braugasthof Alte Post, Marktstraße 9, 83317 Teisendorf Klosterwirt Höglwörth, Höglwörther Str. 21, D-83454 Anger Forsthaus Adlgaß, Adlgaß 1, 83334 Inzell

Einkehrmöglichkeit

Rundweg

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